Ahlbeck erkämpft zweiten Sieg

Die weiteste Auswärtsfahrt der Saison war für Eintracht Ahlbeck nicht umsonst. Der Aufsteiger kehrte mit zwei Punkten im Gepäck vom Gastspiel in Bad Doberan zurück. Mit 4:8-Punkten gehen die Ahlbecker auf Tabellenplatz vier in die Winterpause. Personell stand trotz der Ausfälle von Müller, Jens Schober und Weishaupt ein starkes Aufgebot zur Verfügung. Der Gastgeber hatte im ersten Spiel des Tages Empor Torgelow dominiert. Diese Spielfreude wollte der Eintracht-Sechser Bad Doberan nehmen.
Bad Doberaner SV – Eintracht Ahlbeck 3:0 (26:24, 25:20, 25:21)
Im ersten Satz ging das Bestreben der Ahlbecker, Bad Doberans Schwung zu unterbinden, sehr gut auf. Beide Mannschaften zeigten ein ausgeglichenes Spiel, in dem Ahlbeck sogar einige Vorteile zu haben schien. „Der Durchgang lief bis zu unserem Satzball sehr vielversprechend“, hatte Eintracht-Coach Thomas Endrusch an dem Spiel wenig auszusetzen. Allerdings verpatzte sein Team das Satzende und brachte sich beim 24:26 selbst um den Lohn der Arbeit. Es war deutlich mehr drin für das Team um Endrusch und Walczak, doch bei den Eintrachtlern zeigte sich vor allem im Blockspiel ein deutliches Manko. Nur selten konnten die gegnerischen Angriffe abgewehrt werden, oder der Ball wurde unerreichbar abgefälscht. So konnten die Eintrachtler zwar gut mitspielen, aber es reichte nicht zu einem Satzgewinn.
Empor Torgelow – Eintracht Ahlbeck 1:3 (25:20, 25:27, 16:25, 10:25)
Gegen Torgelow sollte daher unbedingt der zweite Saisonsieg her. Der personell gehandicapte Kontrahent stellte sich als der bisher schwächste Landesliga-Gegner heraus. Doch Eintracht bot zunächst eine erschreckend schwache Leistung. Die Ahlbecker spielten ohne Emotion und Konzentration. Empor entwickelte selten Druck und stellte den Aufsteiger dennoch vor große Probleme. Eine lange Fehlerkette ließ Ahlbeck nicht nur den ersten, sondern beinahe auch den zweiten Satz abgeben. Gerade noch rechtzeitig wurde die Kurve gefunden. „Bei doppeltem Satzrückstand wäre es für uns ganz schwer geworden“, war sich Endrusch anschließend sicher. Doch sein Appell ans Team schien zu fruchten. Mit Kampf befreite es sich aus seinem Tief. Mit kleinen Schritten wurde die Leistung verbessert. Nach dem wichtigen Satzausgleich kam auch wieder mehr Sicherheit ins Spiel. Mit dem zweiten Satzgewinn wurde das Spiel gedreht und den angeschlagenen Torgelowern anschließend der K.o. verpasst. Am Ende stand ein Sieg, der alle Akteuren aufatmen ließ.
Eintracht spielte mit: Endrusch, Jan Schober, Walczak, Albrecht, Kruk, Piskorz, Neidel, Raczynski, Jaroni, Wincencjusz.
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